1978 in Osnabrück geboren, studierte Wolfgang Abendroth Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Köln, unter anderem Orgel bei Prof. Gerhard Luchterhandt und Prof. Johannes Geffert. Seine Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse bei Jane Parker-Smith, Daniel Roth und Harald Vogel.
Einen ersten großen Erfolg konnte er mit einem 1. Bundespreis für Orgel sowie weiteren Preisen für Kammermusik und Oboe beim Wettbewerb »Jugend musiziert« 1997 erreichen. Es folgten Auszeichnungen bei weiteren internationalen Wettbewerben: Int. Orgelwettbewerb Schlägl/Österreich, Arthur-Piechler-Wettbewerb, Hermann-Schroeder-Wettbewerb und beim Johann-Pachelbel-Wettbewerb der ION Nürnberg. Außerdem ist Wolfgang Abendroth Preisträger der Hannoverschen Künstlervereinigung und Kompositionspreisträger der Jeunesses musicales Deutschland.
Bereits während seines Studiums begann er eine rege Konzerttätigkeit in vielen größeren deutschen Städten, in Österreich, Belgien und Südamerika. Er war Gast bei mehreren Festivals, unter anderem den Internationalen Orgelwochen in Nürnberg und Brüssel, den Moselfestwochen, dem Düsseldorfer Altstadtherbst und dem Schleswig-Holstein Musik-Festival. Hinzu kamen Rundfunk- und CD-Aufnahmen (NDR, WDR, RB), bei denen er auch als Pianist zu hören ist.
Anfang 2002 wurde er zum Kantor und Organisten an der Johanneskirche - Stadtkirche Düsseldorf berufen. Dort ist er künstlerischer Leiter der Johanneskantorei Düsseldorf und des Düsseldorfer Kammerchores und konzipiert die musikalischen Ereignisse an Düsseldorfs größter evangelischer Kirche. Seit 2005 unterrichtet er eine Orgelklasse an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.
Die Johanneskantorei wurde vor Wolfgang Abendroth von weiteren namhaften Kirchenmusikern geleitet und geprägt:
Im Jahr 2000 wechselte Joachim Vogelsänger als Kantor von der Düsseldorfer Kreuzkirche an die Johanneskirche. Seit September 2002 ist er Kantor an St. Johannis in Lüneburg.
1997 kam Gerhard Luchterhandt als Kantor an die Johanneskirche. 1999 wurde er als Professor für Tonsatz, Musiktheorie und Orgelimprovisation an die Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg berufen.
Almut Rößler ging im Jahre 1967 als Nachfolgerin von Gerhard Schwarz an die Johanneskirche, an der sie bis 1997 als Kantorin und Organistin tätig war. Sie gründete die die heutige Johanneskantorei.
Buchempfehlung: Almut Rößler, 30 Jahre Kantorin an der Johanneskirche, Herausgeber: Ev. Kirchenkreisverband Düsseldorf Ev. Düsseldorf 1997